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Die Geschichte des Bogenschießens

Historisches - Die Geschichte des Bogenschießens
(diverse Quellen aus dem Internet - ohne Gewähr für die Richtigkeit)

Die ältesten Steinspitzenfunde (Cueva de Parpallo, Valencia, Spanien) werden auf ca. 18.000 - 16.000 v.Chr.
datiert, können aber nicht sicher als Pfeilspitzen identifiziert werden, weil ähnliche Spitzen auch im Zusammenhang mit dem Atlatl benutzt wurden. In der Grotte 'des Fadets' (Dép. Vienne, Frankreich) wurde eine Kalksteinplatte mit der Gravierung einer menschlichen Gestalt gefunden, die möglicherweise einen Bogen in der Hand hält. Das Alter dieser Platte wurde auf ca. 11.000 - 10.000 v. Chr. geschätzt. ca. 11.000 v.Chr. - In einer Grabhöhle in St. Teodoro / Sizilien, wurde ein Skelett gefunden, mit dem Fragment einer Feuerstein-Pfeilspitze in der Hüfte. Pfeilschäfte die in Deutschland gefunden wurden, wurden auf ca. 9.000 v.Chr. datiert. Die bislang weltweit ältesten eindeutigen Belege für das Vorhandensein der Bogenwaffe stellen die aus Kiefernspaltholz hergestellten Pfeile vom Fundplatz Stellmoor bei Hamburg dar. Diese mit Vorschaft (1), präzisem Verbindungsstecksystem (2) und Feuersteinspitze (3) ausgerüsteten Pfeile repräsentieren eine weit fortgeschrittene Technologie und datieren auf ca. 9.000 - 8.000 v.Chr.

Einen Beleg dafür, dass die Jagdwaffe 'Bogen‘ schon sehr früh auch als Kampfwaffe benutzt wurde, liefert eine mesolithische Felsmalerei (ca. 8000 v.Chr.) von 'les Dogues' (Castellón, Frankreich): Zwei Gruppen von Bogenschützen stehen sich im Schlachtgetümmel gegenüber, wobei auch ein Halbreflexbogen (Kreisausschnitt) zu erkennen ist.

3.300 v.Chr. - Ein ca. 45 Jahre alter Mann stirbt auf dem Similaun Gletscher in den Alpen, in der Nähe der heutigen italienisch-österreichischen Grenze. Sein mumifizierter Körper wird am 11. September1991 gefunden. Nach langen Jahren der Untersuchung hat "Ötzi" endlich *zugegeben*, wie er gelebt und gearbeitet hat. Unter anderem bestand seine Ausrüstung aus einem Köcher mit 14 Pfeilen, einem Feuersteinmesser und (höchst verblüffend) eine Kupfer-Axt. Man hatte bis dahin angenommen, dass Kupfer erst 1.000 Jahre später in Gebrauch kam. Sein Köcher hatte eine Schutzkappe um die Federn trocken zu halten. Die hölzernen Schäfte waren mit Feuersteinspitzen versehen. Einige der Pfeile waren kürzer und von einem Linkshänder gemacht. Dies war an dem Neigungswinkel der Federn zu erkennen. Die anderen Pfeile waren länger und von einem Rechtshänder. Warum er unterschiedlich lange Pfeile hatte ist nicht bekannt. Obwohl schon 1991 gefunden, wurde erst 2001 entdeckt, dass Ötzi einem Mord zum Opfer fiel. Es wurde in seinem Körper nahe der Lunge eine Pfeilspitze gefunden.

2.800 v. Chr. - Die "Komposit Bögen" treten in Erscheinung, in Ägypten entwickeln man diesen Bogentyp später weiter. Hergestellt aus Holz, belegt mit Horn und Sehnen von Tieren und zusammengehalten mit Kleber. Der ungespannte Bogen hatte die Form eines 'C' und es brauchte 2 Leute ihn zu spannen. Die Sehne war eine "Darmseite" und aus Schafsdärmen hergestellt. Die Pfeile waren extrem leicht und flogen mit dem Komposit-Bogen über 350 Meter. Die Rüstungen der Zeit boten keinen Schutz vor dieser Waffe. Die Ägypter fuhren ihre Bogenschützen auf leichten Streitwagen, die blitzartig in die Flanke des Gegners kamen, was verheerende Folgen hatte.

2.500 v.Chr. - Akkanier (Babylonier) erobern das Land der Sumerer mit Bogenschützen.

1479 - 1426 v.Chr. - Der Pharao Thutmosis III, soll, lt. Berichten, ein ausgezeichneter Reiter und Bogenschütze gewesen sein. Viele Bildnisse seiner Zeit sind erhalten. Er erweiterte das ägyptische Reichum Syrien und den Sudan.

1209 v.Chr. - Merneptah, Sohn von Ramses II, schlug mit seinen Bogenschützen eine Invasionsarmee der Lybier und Seevölker. Ganze 6 Stunden lang massakrierten die Bogenschützen den Feind. Als deren Anführer floh, wurden die demoralisierten Überlebenden von den schnellen Streitwagen und der Infanterie des Pharao vernichtet. Am Ende der Schlacht lagen ca. 9.400 Lybier und deren Verbündete tot auf dem Schlachtfeld.

776 v.Chr. - Bei den ersten Olympischen Spielen mussten angebundene Schweine als Zielscheiben herhalten.

490 v.Chr. - 'Schlacht von Marathon', die Athener Infanterie von 11.000 Männern mit langen Stosslanzen, Schilden, Schwertern und Rüstungen kämpfen in einer Phalanx, einer geschlossenen Formation. Sie schlagen die persischen Bogenschützen, nachdem sie die "Pfeilintervalle" berechnet hatten. Die persische Armee von 15.000 Mann wurde in der Flanke angegriffen und verlor auf dem Rückzug zu ihren Schiffen mehr als 6.400 Männer. Die Athener verloren nur 192 Männer. Wie die Legende sagt, wurde ein Bote von Marathon nach Athen gesandt (ca. 40 Km) wo er den Sieg verkündete bevor er an Erschöpfung starb. (MarathonLauf) Die Leibgarde des Xerxes, die Unsterblichen, waren eine Elitetruppe, die mit Bögen und Speeren kämpften. Die begleiteten den Großkönig mit schussbereiten Bögen.

327 - 326 v.Chr. – Der indische Prinz Porus, der die Region zwischen den Flüssen Hydaspes (Jhelum) und Acesines (Chenab) zur Zeit der Invasion Alexanders des Großen in Baktrien (Punjab) regiert, leistet heftigen Wiederstand. Doch seine Kriegselefanten und die langsamen Fußtruppen wurden von Alexanders schnellen Reiterei und den berittenen Bogenschützen in der Schlacht am Hydaspes ausmanövriert und besiegt. Beeindruckt von seiner Taktik und seinem Wesen erlaubte Alexander ihm, seinen Königstitel zu behalten.

250 v.Chr. – Die Parther (Iran/Afghanistan) breiten sich aus und treten die Nachfolge der Perser an. Sie besaßen schwere Reiterei (Cataphracti) und berittene Bogenschützen. In der Schlacht schossen sie oft ihre Pfeile nach hinten auf den Feind, während sie scheinbar flohen (Parthische Schuss).

221 v.Chr. – 207 v. - Qin Shihuang, der erste Kaiser Chinas, dessen "Terracotta Armee" 1974 entdeckt wurde, errichtet ein Grabgewölbe mit ca. 6.000 lebensgroße Figuren, darunter auch Bogenschützen.

53 v.Chr. - Parther und Römer treffen bei Carrhae erstmals in einer Schlacht aufeinander. Crassus Legionen werden umzingelt und von den berittenen Bogenschützen unter Surenas mit tausenden Pfeileneingedeckt. Der vorgetäuschte Rückzug der Parther veranlasst Crassus, die gesamte gallische Reiterei und einige Kohorten Infanterie hinterher zu schicken. Außerhalb der Sichtweite werden die Legionäre angegriffen und erreichen stark dezimiert die Hauptarmee. Die gallische Reiterei unter Crassus Sohn, sieht sich plötzlich nicht mehr einer flüchtenden Gruppe Bogenschützen gegenüber, sondern einer auf sie wartenden Übermacht. Nach einem Pfeilhagel versuchen die gallischen Reiter auf einem kleinen Hügel gegen die angreifenden mit Lanzen bewaffneten Panzerreiter standzuhalten. Überliefert von diesem Kampf ist die Tapferkeit der Gallier, die mit bloßen Händen die Lanzen der Gegner versuchen zu greifen. Es überlebt keiner. Der Kopf des jungen Crassus wird auf einen Speer gespießt und zu Crassus gebracht. Nun verliert Crassus völlig die Kontrolle und seine Legaten übernehmen das Kommando. Ohne den Schutz der Reiter versuchten die Legionäre in Schutzformation sich zu ihrem Ausgangslager durchzukämpfen. Wer nicht starb, ging in Gefangenschaft. Es wird davon berichtet, das die einzelnen parthischen Reitereinheiten von hunderten Lastkamelen ihren Nachschub an Pfeilen erhielten. Die Römer lernen den `Parthischen Schuss` kennen und fürchten. Durch diesen Sieg ermuntert, versuchen die Parther in Syrien einzufallen, werden aber von den römischen Legionen blutig geschlagen. Von nun an hatten beide einen Heidenrespekt voreinander.

376 - der Papst, St. Damascus, baut eine Basilika über Sebastians Grab, die eine der sieben Hauptkirchen Roms ist. Sebastian ist bis heute der Schutzpatron der Bogenschützen.

434 - Attila der Hunne – regierte als König von 434-453 n. Chr. Das hunnische Königreich lag im heutigen Ungarn. Attila erweiterte sein Herrschaftsgebiet in schnellen Kriegszügen bis an den Rhein, den Norden des Schwarzen Meeres und bis ans Kaspische Meer. Historische Quellen geben seine Armee mit 300 – 700.000 Soldaten an; zu der damaligen Zeit eine unvorstellbare Streitmacht. Die Niederlage seiner Armee bei den Katalaunischen Feldern (Chalons) in Jahre 451 durch die Verbündeten Westgoten und Römer war sein erster Kriegszug ins westliche Europa. Das folgende Jahr griff er Italien an, und wurde von der Tapferkeit Papst Leos, der ihm waffenlos entgegen ritt, so beeindruckt, das er von Roms Eroberung absah und in seine Hauptstadt nahe dem heutigen Budapest zurückkehrte. Er starb völlig unromantisch nach einem Saufgelage zu Ehren seiner Hochzeit an Erstickung durch Nasenbluten und Erbrochenem.

552 - 'Schlacht von Taginae' - Der byzantinische Kaiser Justinian I. schickte seinen General Narses mit einer Armee von 20.000 Mann nach Italien, wo er in der Nähe des Apenninen Dorfes Taginae, nahe der Appia Flaminia, die Goten besiegte. Der gotische Führer Totila, befahl seinen Kriegern vor der Schlacht, nur Speere einzusetzen, wurde tödlich verwundet. Dieser Sieg, der den kaiserlichen Bogenschützen zu verdanken war, erlaubte nun Narses durch Italien zu marschieren, und Rom zu befreien. 500 - 900 n. Chr. – Die Byzantiner setzten zuerst berittenen Bogenschützen, und dann einen gewaltigen Angriff der schweren Panzerreiter gegen Sarazen, Vandalen Goten und Franken ein. Die awarischen Bogenschützen benutzten Steigbügel, mit deren Hilfe sie stehend schießen konnten, was die Treffgenauigkeit verbesserte. Gegen 900 n. Chr. setzen sie vermehrt Bogenschützen zu Fuß ein.

600 - Die Wikinger setzten bei ihren Beutezügen auch Langbögen ein. Überliefert ist der Einsatz im Kampf gegen die Waliser. Die Waliser lernten davon und fingen ebenfalls an, den Umgang mit den Langbogen zu erlernen und gelangten darin auch zur Meisterschaft. Als die Normannen unter Wilhelm dem Eroberer England eroberten, wurde ihnen besonders dadurch großer Schaden zugefügt.
1099 - Kreuzzüge. Englische Ritter und Armbrustschützen greifen moslemische Truppen an, die hauptsächlich aus berittenen Bogenschützen mit Komposit-Bögen bestanden. Die schnellen leichten Reiter sind für die schwer gepanzerten Reiter nicht greifbar. Die Hitze tut ihr übriges dazu.

1100 - 2. August. William II., König von England stirbt an einem Pfeil, den Sir Walter Tyrel während einer Jagd im Wald abgeschossen haben soll. Sir Walter flieht aus dem Land. Ebenfalls mit von der Jagd-Partie ist Williams Bruder, dem es gelingt, unmittelbar nach dem Schuss als Henry I., Krone und Schatzkammer an sich zu bringen. Es entsteht sofort das Gerücht, dass dieser Schuss kein Unfall war, und dass es um den Thron von Englands ging.

1100-1135 - Henry I., proklamiert, dass ein Bogenschütze KEIN Mörder ist, wenn er jemanden beim Bogen-Training tötet. Gerade wegen dieser großen Treffsicherheit wurde die Verwendung von Pfeil und Bogen und Armbrust in Kriegssituationen im Jahre 1139 auf dem Zweiten Lateranischen Konzil unter Strafe verboten. "Wir verbieten weiterhin unter Androhung des Bannfluchs, dass die tödliche und Gott widerwärtige Kunst der Armbrustschützen und Bogenschützen gegen Christen und Gläubige angewandt wird." (in: Joachim Bumke, ebenda, 1. Bd., S. 235)

1199 – König Richard wurde auf einer unwesentlichen Expedition von einem englischen Armbrustbolzen bei der Belagerung von Chalus-Chabrol getroffen, den ein französischer Verteidiger zurückgeschossen hatte. Die ursprünglich unbedeutende Schulterverletzung durch den Armbrustbolzen; den Schilderungen nach scheint es zu einer brandigen Entzündung (Gasbrand?) der stümperhaft behandelten Wunde gekommen zu sein, an der Richard wenige Tage später unter großen Qualen starb. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet Richard, der im Rahmen der Kreuzzüge am vehementesten den Einsatz der Armbrust betrieb, schließlich auch durch sie starb.

1155 - 1227 – Temujin, besser bekannt als Dschingis Khan, der "Groß-Khan der Mongolen", erobert ein Weltreich. Die Mongolen waren Experten als berittene Bogenschützen und benutzten hoheSteigbügel um in alle Richtungen schießen zu können. Sie benutzten Komposit-Bögen. Sie lösten die Sehne mit dem Daumenring. Die "tödliche Entfernung" betrug ca. 270 Meter, die max. Schussentfernung, ca. 600 Meter. Die Soldaten trugen oftmals keine Rüstungen, dafür Seidenunterwäsche um das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Das lose Seidengewebe wickelte sich um die Pfeilspitze ohne zerschnitten zu werden. Dies erlaubte die saubere Entfernung des Pfeils durch vorsichtiges ziehen am Stoff. Es verhinderte weitere Schnitte von Widerhaken und verringerte das Infektionsrisiko. Ihre Taktik gegen einen anmarschierenden Gegner war es, mit einer kleinen Angriffstruppe den Gegner in einen Kampf zu verwickeln und dann, mit dem Feind auf den Fersen, zu fliehen. Die kleine Truppe lockte den verfolgenden Feind in einen vorbereiteten Hinterhalt. Dort wurde der Feind von den Bogenschützen umzingelt und mit einem Pfeilregen eingedeckt. Zum Schluss preschte die schwere gepanzerte Reiterei vor und gab den Überlebenden den Rest. Die mongolische Armee wandte grausame Taktiken gegen Städte an, tötete oftmals die gesamte Bevölkerung. Das brachte Angst und Panik in die Region und machte die Kapitulation der anderen Städte leichter. Auch den Reiterbögen der „Goldenen Horde“, der Mongolen Dschingis Khan’s, und der von Dschingis Khan’s General Subotai angewandten flexiblen Taktik auf der Basis der Strategeme Sunzi's hatte die schwer gepanzerte und damit unbewegliche Ritterschaft Europas nichts mehr entgegen zu setzen: Die Schlachten von Liegnitz (30.000 Tote), Gran (Vernichtung einer kompletten ungarischen Armee), Sajo (80.000 Tote) und Pest (100.000 Tote) im Jahre 1241 waren regelrechte Massaker. Subotai‘s Europa-Feldzug kostete über 1.000.000 Menschen das Leben, weswegen die Mongolen auch als „Tartaren“ (von gr. "tartaros" = Unterwelt = „Wesen aus der Hölle“) bezeichnet wurden. Zwei Ursachen verhinderten im Jahre 1242 den Durchmarsch der zu diesem Zeitpunkt unbesiegbaren Mongolen bis zum Atlantik, der die abendländische Geschichte sicherlich nachhaltig verändert hätte: Der Tod des 2. Khan Ogodai am 11.12.1241 erforderte die Teilnahme Subotai’s an der Neuwahl des Khan und damit den Rückzug des Heeres. Die Milzbranddurchseuchung Ungarns trug, wie Winkle vermutet, ebenfalls nicht unwesentlich zum Rückzug der Mongolen bei.

1227 - In Namenslisten findet man den Namen "Robert Hood" unter *Flüchtling*.

1242 - Schlacht von Taillebourg – Die englische Armee verliert gegen Frankreich - Frankreich hatte 700 Armbrustschützen eingesetzt.

1252 - "Festlegung der Waffen" - Es wird von den Männern, die Land besitzen im Wert zwischen 40-100 Shillings, gefordert, dass sie sich selber ausrüsten mit: Schwert, Dolch, Bogen und Pfeile. Die Männer deren Land weniger als 40 Shilling wert ist, haben sich mit Bogen und Pfeilen auszurüsten. Dies betrifft alle Männer zwischen 15 und 60 Jahren.
1333 - 19. Juli - Schlacht von Halidon Hill. Die schottische Armee wird von Edward III. von England geschlagen, der zum ersten Mal das ganze Potential der englischen Langbögen in einer Schlachtdemonstrierte. Die 22.000 Schottische Reiter (schwere Kavallerie) werden von 2.000 englischen Langbogenschützen und 500 englischen Rittern geschlagen.

1346 - 26. August - Schlacht von Crecy - Edward III. von England führt seine Armee gegen die Franzosen. Einige Berichte dieser Schlacht sagen, dass die englischen Bogenschützen ihre Sehnen aus Flachs unter den Helmen trugen um sie trocken zu halten. Es hatte zuvor tagelang geregnet. Die französische Abteilung der Armbrustschützen wurden direkt von vorn angegriffen. Doch, bedingt durch den Regen, trafen sie nicht viel und sehr viele Sehnen rissen. Die englischen Bogenschützen überschütteten sie mit Pfeilen, bevor sie nachladen konnten. Die meisten der Armbrustschützen flohen. Die französischen Ritter versuchten eine Gegenattacke wurden aber von den Langbognern stark dezimiert. Die Franzosen hatten 1.542 Tote, die Engländer 50 Tote.

1356 - 19. September - "Schlacht von Poitiers" - Edward III. von England schlägt König Johan II von Frankreich. Die englischen Truppen nahmen Stellung in einem Sumpfgebiet nahe eines Flusses. Als die französischen Ritter angriffen, blieben sie stecken und waren leichte Ziele für die englischen Bogenschützen. König Johann wurde gefangen genommen, in den Londoner Tower gebracht und erst gegen ein Lösegeld von 3.000.000 Gold-Kronen wieder frei gelassen.

1388 - Richard II. erlässt ein Gesetz, das alle Knechte und Arbeiter zum Besitz eines Bogens und dem Üben mit diesem an Sonn- und Feiertagen verpflichtete.

1415 - 25. Oktober - Schlacht von Agincourt - Heinrich V. von England wurde mit seiner Armee vom französischen Heer in der Nähe von Calais angegriffen. Den 30.000 französischen Soldaten standen6.000 englische Soldaten, hauptsächlich Bogenschützen, gegenüber. Die Armeen standen sich mehrere Stunden bewegungslos gegenüber um zu sehen, wer den ersten Zug machen würde. Heinrich befahl den Angriff und wies seine Bogenschützen an, in kurzer Entfernung vor ihnen angespitzte Pfähle in den Boden zu rammen. Dieses Vorgehen, verleitete die Franzosen zu einer Kavallerie Attacke. Der Angriff wurde abgewiesen, die zurückweichenden Franzosen gerieten in die zweite Welle der vorrückenden, eigenen Armee. Dies brachte Verwirrung in die französischen Truppen. Die englischen Bogenschützen schossen so lange Pfeil auf Pfeil in die französischen Truppen, bis sie keine Pfeile mehr hatten. Danach griffen die Bogenschützen mit Schwert, Dolch und den schweren Hämmern mit denen sie die Pfähle eingerammt hatten, an. Die meisten Schlachtberichte reden von ca. 12.000 toten Franzosen und nur ca. 100 toten Engländern. Andere Berichte sprechen nur von ca. 30 toten Engländern.

1450 - Früheste überlieferte Ballade, "Robin Hood und der Mönch".

1457 - James II., König von England, verfügt, das die Sportarten Fußball und Golf verboten werden, da sie die Männer vom Training mit dem Bogen abhalten würden.

1472 - Üben und Training des Bogenschießens ließen nach, da es an geeignetem Rohmaterial für Bögen mangelte.

1477 - Edward IV., König von England, verbietet eine frühe Version des "Cricket" weil es die Männer vom Bogen Training abhält.

1500 - 1550 - Die Balladen über Robin Hood "Lyttell Geste of Robyn Hode". 'Robin und der Ritter', 'Robin, Little John und der Sheriff', 'Robin und der König' und 'Robin Hoods Tod'. Maid Marion ist nicht Teil der Original Geschichten, wurde wahrscheinlich in späteren Geschichten "eingefügt".

1508 - Der Gebrauch der Armbrust wurde in England verboten um den Bogen zu fördern.

1510 - König Heinrich kauft 40.000 junge Eiben-Stämme als Rohmaterial für Bögen vom Dogen von Venedig, da im eigenen Land Mangel an guten Bogenholz herrschte.

1513 - 9. September, Schlacht von Flodden, in der Nähe von Branxton, Northumberland. James IV., König von Schottland, überschreitet die Grenze am 22. August mit einer Armee von ca. 30.000 Mannund Artillerie Unterstützung. Thomas Howard, Earl of Surrey, versammelt eine Armee von 20.000 Mann und stellt sich ihm entgegen. Er fürchtet, die Schotten könnten über die Grenze zurückweichen und schickt James eine öffentliche Herausforderung. James ist einverstanden, mit dem Kampf bis zum 9. September zu warten. Die Schlacht begann am späten Nachmittag. Die Schotten kämpften hartnäckig aber die englischen Hellebarden (2,50m) waren den 4,50 m langen Speeren der Schotten überlegen. Die englischen Bogenschützen bewiesen ebenfalls ihre Überlegenheit. Als die Nacht anbrach, war die schottische Armee vernichtet. James war tot, zusammen mit über 10.000 seiner Männer.

1520 - Heinrich VIII. demonstriert seine Fertigkeit mit dem Langbogen auf einem Gipfeltreffen am Hofe des französischen Königs. Er traf wiederholt das Zentrum der Scheibe in 220 Meter Entfernung!

1520 - Die Muskete ist erfunden und löst bald den Bogen als Kriegswaffe ab.

1534 - König Heinrich befiehlt 30.000 Bögen herzustellen und im Tower von London einzulagern.

1545 - König Heinrichs Flaggschiff "Mary Rose" sinkt in der Nähe von Portsmouth, England. Die Überreste werden 1982 entdeckt. An Bord über 100 Langbögen aus feinster Eibe. Nach Begutachtung der Bögen kam man zu dem Ergebnis, das das durchschnittliche Zuggewicht ca. 90 lbs. betrug. Aus dem Bericht des Expeditionsleiters Alexander McKee geht allerdings ganz klar eine Zugkraft von bis zu 40 kg hervor, das entspricht bei Umrechnung auf das englische Pfund einem Zuggewicht von 88,18 pounds. ( Man kann sich vorstellen, was eine Armee von 1000 Bogenschützen einem Angreifer zusetzen kann. Berichte davon, dass sich der Himmel von Pfeilen verdunkelte, beruhen auf Tatsachen!).
Roger Ascham veröffentlicht sein Buch 'Toxophilis' (Liebhaber des Bogens). Es war das erste Buch in englischer Sprache über das Bogenschießen.

1588 - 10.000 Soldaten der englischen Flotte, bewaffnet mit Musketen, besiegen die spanische Armada. (Die Ablösung von Pfeil und Bogen im Krieg hat sich vollzogen.)

1595 – Befehl an die englischen Seestreitkräfte ALLE Bögen gegen Musketen auszutauschen.

1627 - Englische Bogenschützen befanden sich im Solde Kardinal Richelieus bei der Belagerung von Larochelle und dem Angriff auf die Insel Re.

1644 - Tipper Muir - Die letzte Schlacht bei der englische Bogenschützen eingesetzt werden!

1673 - Das Bogensport Turnier: "Ancient Scorton Arrow" wird in Yorkshire, England ins Leben gerufen. (Es ist das älteste Turnier, das heute noch ausgetragen wird.)

1676 - Die "Königliche Bogenschützen Gesellschaft" schießt zum ersten mal ein "Clout" Turnier. Es werden Langbögen benutzt. Das Ziel ist weiß und hat einen Durchmesser von 31 Zoll bei einer Entfernung von 200 bis 260 Metern.

1683 – Belagerung Wiens. Die Türken setzen während der Belagerung Wiens Bogenschützen mit Komposit-Bögen ein. Es wird überliefert, dass den Bogenschützen während der Schlechtwetterphasen die Bögen zu hunderten um die Ohren schlugen.

1781 - GNAS (Grand National Archery Society), der englische Bogenverband wird gegründet.

1787 - Die Royal British Bowmen lassen erstmals auch Damen bei einem Wettkampf zu. König Georg IV. legte als Prince of Wales den Durchmesser, die Farbe und die Ringzahlen der Zielscheibe (Mirror) fest: Gold=9, rot=7, Blau=5 (bis 1844 innen Weiß), Schwarz=3, Weiß=1.

1798 - Ein Leibwächter des Sultans Selim, (bezeugt vom britischen Botschafter) schießt einen Pfeil 889 Meter. Ein Rekord der für fast 200 Jahre nicht übertroffen wurde.

1845 - Horace Alford Ford führt den modernen Bogenstil ein. Bis dahin war es üblich die Sehne bis hinter das Ohr des Schützen auszuziehen. Horace aber zog die Sehne nur bis unter das Kinn. Damit war der moderne Anker geboren. Die gesamte Pfeillänge sollte unter dem zielenden Auge zu sehen sein. Er war der erste Mensch der die Doppelte Yorker Runde mit über 1000 Ringen erreichte. 1857 erzielte er sogar unglaubliche 1251 Ringe.

1872 - Ephraim Morton aus Plymouth, Massachusetts, USA - bekommt ein Patent auf einen Bogen mit Holzmittelteil und Wurfarmen aus Stahlruten.
1879 - NAA (National Archery Association – heute USA Archery) wird gegründet.

1880 - Bei einem Turnier der NAA soll ein Schütze aufgetaucht sei, der einen Ring (heute würden wir es als Lochkimme bezeichnen) in der Sehne eingearbeitet hatte. Er konnte so die Pfeilspitze mit der Sehne auf die Linie mit dem Ziel bringen, die erste Visiereinrichtung war geboren.

1900 - Olympischen Spiele in Paris, erstmals mit Bogenschießen. Es wurde noch mit Holzbögen und unter anderem auch auf lebende Tauben geschossen.

1911 - Dr. Saxon Pope begegnet 'Ishi' (ein Yana Indianer) und lernt die Bogenjagd.

1913 - "Robin Hood" - Ein Stummfilm.

1920 - Bogensport, das vorerst letzte mal bei Olympia. Tritt bis 1972 nicht wieder auf.

1922 - "Robin Hood" - Tonfilm mit Douglas Fairbanks als Robin Hood.

1930 - Die Hamburger Bogenschützengilde wird gegründet.

1931 - FITA (Fédération Internationale de Tir à l’Arc) wird gegründet. Im gleichen Jahr veranstaltet die FITA auch die erste Weltmeisterschaft im Bogenschießen.

1934 - Der US Staat Wisconsin
erlaubt zum ersten mal Bogenjagd in den USA.

1937 - Ein Bogen Visier wird zum ersten mal bei einem NAA Turnier benutzt.

1939 - NFAA (National Field Archery Association) wird gegründet. James Easton experimentiert mit Aluminium zur Pfeilherstellung.

1941 - Larry Hughes benutzt Aluminium Pfeile und gewinnt die US Meisterschaft. Henry Bitzenburger erfindet sein berühmtes Befiederungsgerät.

1942 - Hoyt Archery Co. wird von Earl Hoyt Jr. geründet.

1946 - Eastons erster, als Marke eingetragener, Aluminium-Pfeil - “24 SRT-X”.

1946 - Gründung der Firma Bohning durch Rollin Bohning. Er war Chemiker und begeisterter Bogenschütze und mit dem Klebstoff zum verbinden der Jagdspitzen mit den Pfeilschäften unzufrieden. Er entwickelte Ferr-L-Tite-Klebstoff, der über die Jahrzehnte mehrere Änderungen erfahren hat, aber heute noch
der Industriestandard ist. In den späten vierziger und frühen fünfziger Jahren fuhr Rollin fort, erfolgreiche Lösungen für Bogenschützen zu entwickeln, einschließlich Doug Easton und Fred Bear, mit denen er sich angefreundet hatte. Ihre Zusammenarbeit führte zur Entwicklung von Fletch-Tite Platinum Kleber und Tex Tite Wachs im Jahr 1948. Beide Produkte sind bis heute Hauptartikel.

1950 - Auf der WM in Kopenhagen schoss Jean (Lee) Lombardo als erste einen Laminatbogen deren Lemonwood-Holzkern mit Glas belegt war. Sie benutzte Metallpfeile, brach alle bis dahin bestehenden Rekorde und wurde Weltmeisterin.

1951 - Max Hamilton stellt “Plastifletch”-Vanes vor, an Stelle von Federn.

1953 - 'Bear Archery' entwickelt und verkauft die ersten Recurve -Bögen.

1954 - Der DSB (Deutscher Schützenbund) nimmt das Bogenschießen in sein Sportprogramm auf.

1956 - Der DSB wird Mitglied bei FITA.

1957 - Das Feldbogenschießen wird bei der FITA eingeführt.

1958 - Der DSB veranstaltet die erste deutsche Meisterschaft in Nürnberg. Es war eine FITA-Runde im Freien. Bei der Weltmeisterschaft in Belgien lässt die FITA erstmals Visiere zu.
1959 - DBSV (Deutscher Bogenschützen Verband) wird in der DDR gegründet. BFAA (British Field Archery Association) wird gegründet.

1960 - A.I.A.A. (American Indoor Archery Association) wird gegründet. Die Firma Gordon Plastics entwickelte eine gute Methode, für die in den 50er Jahren erfunden Glasfaser Pfeile, in Serie herzustellen. Glasschäfte sind aber sehr schwer und zu empfindlich. Sie werden heute nur noch als Fischpfeil verwendet. Gordon ist nach wie vor einer der großen Produzenten von Glasfasern für den Bogenbau.

1961 - P.A.A. (Professional Archery Association) wird gegründet. Stabilisatoren werden erstmals von Hoyt Archery Co. vorgestellt.

1963 - ÖBSV (Österreichische Bogenschützen Verband) wird gegründet. PBS (Professional Bowhunter Society) wird als Zusammenschluss aller Bogenjäger gegründet.

1966 - 23. Juni - Holless Wilbur Allen entwirft den Compoundbogen. Mr. Allen war ein guter und bekannter Bogenjäger der von den aktuellen Bögen enttäuscht war und sich entschied einen völlig neuen Jagdbogen zu bauen. Sein Originalentwurf hatte "dreieckige" Rollen.

1968 - AAE (Archery Association of Europe) wird gegründet von Angehörigen der US-amerikanischen und kanadischen Streitkräfte in Deutschland.

1969 - 30. Dezember - Holless Wilbur Allen bekommt das Patent auf seine Entwicklung des Compoundbogens, den er 3 Jahre voher entworfen hat, Patent Nr 3.486.495. Das Patent trug den Namen "Archery bow with draw force mutiflying attachments". Das war der erste Compound Bogen.

1970 - Das Olympischen-Komitee und die FITA entscheidet das Bogenschießen für die Wettkämpfe 1972 in München wieder in das olympische Programm aufgenommen werden. Hierzu wurden aber neue Regeln erstellt. Die Wichtigsten davon waren, keine Zulassung der Disziplin Feldbogensport, keine Zulassung von Lang- und Blank-Bögen, Verbot der Benutzung von Compound-Bögen jeder Art und nur noch Recurvebogen mit Visier als olympischer Bogen zugelassen. Viele Schützen wollten aber weiterhin den Feldbogensport ausüben und das Ganze auch noch in verschiedenen Bogenklassen. Daraufhin wurde am 7. August 1970 mit SFSF [Schweden], SFAA, EFAA, WFAA und AAE, die IFAA (International Field Archery Association) in Heidelberg gegründet um auch dem Feldbogensport durch einen Internationalen Verband die Möglichkeit für internationale Wettbewerbe zu geben. Kurz nach der Gründung der IFAA trat auch die NFAA dieser bei. Compoundbögen und Releases werden erstmals bei einem Wettkampf in Las Vegas eingesetzt und werden von der NFAA akzeptiert.

1972 - Bogenschießen wird erneut Teil des olympischen Programms in München, für Männer und Frauen.

1973 - Beim NFAA - Aurora Outdoor National Turnier gab es den ersten 3D-Hirsch auf den geschossen werden konnte.

1976 - Bruce Odle bricht mit einem Recurve den Rekord, des Leibwächter von Sultans Selim im Pfeilweitschuß (889 m), er schießt seinen Pfeil 984,89 Meter weit. Sein Bogen hatte 119 lbs.

1977 - Die ersten Carbon-Pfeile kommen auf den Markt von der Firma Lamiglas Company Kent Washington.

1981 - 5. Juli - Gründung des DFBV (Deutscher Feldbogenverband). Bei der Archery Association Europe Championship in Darmstadt richtete die IFAA-Vizepräsidentin Dorothy Southgate die Bitte an die zahlreichen deutschen Schützen, doch einen eigenen Verband zu gründen. Nach der Siegerehrung wurde dies sofort in die Tat umgesetzt. Im August des selben Jahres tritt der DFBV dann auch der IFAA bei.

1982 - 12. Commonwealth Spiele - Brisbane, AUS. Bogenwettkampf. Neroli Fairhall aus Neuseeland, querschnittsgelähmt, schießt aus ihrem Rollstuhl und gewinnt die Frauen Doppel FITA.

1983 - Easton bringt den Aluminium-Carbon-Pfeil (A/C-Technologie) auf den Markt, bei dem ein dünnwandiges Aluminiumrohr mit leichtem Carbon ummantelt wird. Der Pfeil kam im Jahr darauf bei den olympischen Spielen zum Einsatz und gewann sofort eine Medaille. Mit dem A/C/C wird ein schnellerer und genauerer Pfeil entwickelt und vier Jahre später folgte der A/C/E.
1984 - IBO (International Bowhunting Organization) wurde gegründet. Die Organisation gab Standards heraus und schuf eine neue Runde auf unbekannte Entfernungen und Wettbewerbe auf 3D-Ziele.

1985 - FITA bestimmt die "große FITA" für olympische Spiele. Der französischen Firma Beman gelingt es einen geraden und hochwertigen Carbonpfeil, in Massenproduktion herzustellen.

1987 - Don Brawn bricht wiederum mit einem Recurve den Rekord von Bruce Odle im Pfeilweitschuß (984,89 m), er schießt seinen Pfeil 1222,02 Meter weit. Sein Bogen hatte 120 lbs.1988 - Olympische Spiele in Süd Korea. Der Mannschafts-Wettkampf wird beim Bogenschießen eingeführt.1989 - Die IBO
veranstaltet die erste Weltmeisterschaft (mit 3D-Zielen).
1990 - Die "Olympic Round elimination" wird von der FITA für olympische Spiele vorgeschrieben um das Publikumsinteresse zu verstärken. McKenzie bringt als einer der Ersten, serienmäßig 3-D-Ziele heraus.

1992 - Olympische Spiele in Barcelona - Der zweimalige, spanische Paralympic-Sieger, Antonio Rebollo schießt bei der Eröffnungszeremonie einen brennenden Pfeil und entzündet damit das olympische Feuer.

1991 - "Robin Hood: König der Diebe" - Kevin Costner als Robin Hood. (Das Schießen eines Pfeils in einen anderen Pfeil wird heute immer noch als "Robin-Hood-Schuss" bezeichnet.)

1995 - FITA läßt den Compound bei Weltmeisterschaften zu. Die Firma Hoyt bringt Compoundbögen mit Split Limbs (geteilte Wurfarme) auf den Markt. Heute werden hauptsächlich nur noch diese angeboten wegen ihrer geringeren Masse und dem kleineren Luftwiderstand.

1997 - Die FITA-Runde (jeweils 36 Pfeile auf 90m, 70m, 50m, 30m) im Freien wird durch die Olympische Runde (2 x 36 Pfeile auf 70m) abgelöst. Der DSB fördert leider nur die Olympischen Bogen-Disziplinen im Freien und in der Halle. Obwohl die FITA mittlerweile Compound-Bögen, Lang- und Blank-Bögen zulässt, sogar Feld + Jagd- und 3D Wettbewerbe auf internationaler Ebene durchführt, können deutsche Bogenschützen nicht an EM’s und WM’s teilnehmen, da der DSB deren Meldung verweigert und entsprechende Qualifikations-Turniere verhindert. Der DSB ist der zur FITA zugehörige Verband.
Der DSBV orientiert sich zwar ebenfalls am FITA-Regelwerk, kann aber leider nicht Mitglieder in der FITA werden, da jedes Land nur jeweils einen Verband anmelden kann. Der DBSV hat somit keinen internationalen Anschluß.

2000 - Die IFAA nimmt den Historical Bow auf. Der klassische englische Langbogen gehört hier genauso dazu wie die Reiterbögen der Mongolen oder die Bögen von Ishi. Die IFAA beschreibt es mit Bögen vor 1900, im Grunde sind es Bögen ohne „künstliche“ Verstärkung. Die Horsebow waren durchwegs Komposite-Bögen, allerdings aus natürlichen Materialien und wenn ein Stück Holz mit Sehnen verstärkt wurde, so spricht man von Primitive Bow. Gibt es einen Bogen aus einem Stück Holz ohne Verstärkung, so spricht man meist von Selfbow (Namen der Bogenklasse in den einzelnen Verbänden: Historical Bow (IFAA), Primitive Bow und Horse Bow (IAA), Primitiv Bow (DFBV), Primitivbogen (DBSV)

2001 - Neue Entwicklungen im Materialbereich bringen leichtere und stärkere Bögen sowie leichtere und stärkere Pfeile hervor. Pfeilgeschwindigkeit nimmt zu und bringt bessere Genauigkeit über langeEntfernungen.

2003 - Der DFBV führt erstmals die FBL (Feldbogenliga) durch.

2008 - Der DFBV führt erstmals die BHL (Bowhunterliga) durch.

2010 - Der DFBV führt die neue Bogenklasse TRB (Traditioneller Recurvebogen) ein. Der rein traditionelle Recurve findet sich nur im DFBV und in der IAA als eigene Klasse.

2011 - FITA (Fédération Internationale de Tir à l’Arc) wird unbenannt in WA (World Archery Federation). Auf der Delegiertenversammlung im Juli 2011 stimmten 88 Prozent der anwesenden Delegierten für die Umbenennung.

2013 - Der DFBV setzt die BHL (Bowhunterliga) für ein Jahr aus. Es wird ein neues Konzept für die Durchführung entwickelt.

2014 - Neustart der BHL (Bowhunterliga) des DFBV.

2016 - 16. Januar - Gründung des TBVD (Traditioneller Bogensport Verband Deutschland). Der Verband vertritt und fördert ausschließlich die Traditionellen Bogensportklassen, hat aber keinen internationalen Anschluss.

2016 - 23. September - Die IFAA (International Field Archery Association) beschließt die internationale Einführung der Bogenklasse TRB. Beim World Council Meeting in Wagga-Wagga/Australien wurde die Einführung der Klasse Traditioneller Recurvebogen (TRB) beschlossen. Die Klasse TRB ist bei der EFAC (European Field Archery Championship) 2017 erstmals vertreten

Mit freundlicher Genehmigung
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